Was ist Factoring?
Beim Factoring verkaufen Sie Ihre offenen Forderungen fortlaufend an einen Factor. Statt auf das Zahlungsziel Ihrer Kunden zu warten, erhalten Sie den Rechnungsbetrag unmittelbar nach Einreichung. Das verkürzt den Kapitalumschlag und stärkt die Liquidität – ohne zusätzliche Kreditlinie.
Echtes und unechtes Factoring
Beim echten Factoring übernimmt der Factor das Ausfallrisiko (Delkredere). Beim unechten Factoring bleibt das Risiko bei Ihnen. In unserem Schätzer kalkulieren wir den All-in-Abschlag inklusive Ausfallschutz.
Was steckt im All-in-Abschlag?
Der All-in-Abschlag bündelt Finanzierungszins, Dienstleistungsgebühr und Delkredere in einem Prozentsatz vom Umsatz. Er hängt vor allem von Bonität und Struktur Ihrer Debitoren, den Zahlungszielen und dem Rechnungsvolumen ab.
100 % Auszahlung, 0 % Sicherheitseinbehalt
Viele Anbieter behalten 10 bis 20 Prozent als Sicherheit ein und zahlen diese erst nach Zahlungseingang aus. Der Schätzer rechnet bewusst mit voller Auszahlung und ohne Einbehalt, damit die Liquiditätswirkung realistisch abgebildet wird.
Ablauf
1. Analysebogen und Unterlagen einreichen. 2. Prüfung von Unternehmen und Debitoren. 3. Angebot und Vertrag. 4. Anbindung und erste Rechnungseinreichung – ab dann laufende Auszahlung.
Wann ist Factoring nicht umsetzbar?
Liegt der erforderliche All-in-Abschlag über 3,5 Prozent, ist Factoring wirtschaftlich meist nicht mehr sinnvoll darstellbar. Ebenso schwierig sind Bauleistungen mit Abnahmerisiko, Abschlagsrechnungen ohne Leistungsnachweis oder bereits abgetretene Forderungen.